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December 07 2011
December 06 2011
Club-Mate jetzt mit mehr Kalorien
Auf der neusten Charge Club-Mate werden neuerdings 20 Kalorien/100ml statt bislang 15 Kalorien/100ml angegeben. An der Rezeptur scheint sich nichts geändert zu haben, zumindest die Zutatenliste und der Zuckergehalt sind gleich geblieben. Ob die neuen Kalorien durch andere Matequellen bedingt sind oder die fünf neuen Kalorien bislang nur vergessen wurden, liegt leider völlig im unklaren. Ausgeschlossen scheint nur, dass es sich um ein heimliches Gesundheitsprogramm des Staates für unterernährte Nerds handelt.
December 02 2011
Kofola
In der Reihe Hackerbrause Internation widmen wir uns heute einem Urlaubsmitbringsel aus Tschechien. Kofola ist in den frühen 1960er Jahren als tschechoslowakische Alternative zu westlichen, nicht erhältlichen Colas entstanden. Wie auch Dr. Pepper ist Kofola keine Cola im eigentlichen Sinne. Es fehlt die Kolanuss im Sirup, der dafür aber 14 andere Zutaten enthält, darunter laut Wikipedia Apfel-, Kirsch-, Johannisbeer-Extrakte, Kräuter-Aromen und Karamell. Diese verleihen Kofola einen angenehm fruchtig-herben Geschmack mit ordentlicher Karamellnote, ergänzt durch ein leichtes Zitrusaroma bei angenehm niedrigem Zuckergehalt. Pro 100 ml gibt es für eine handelsüblichen Softdrink stattliche 15 mg Koffein. Ich kann schon verstehen, dass die Menschen in Tschechien Kofola eine zweite Chance gegeben haben, nachdem es Anfang der 1990er erstmal out war.
Besonders angetan hat es mir aber die schicke Flasche. Kofola gibt es vor Ort in Plastikflaschen unterschiedlicher Größe. Die schlanke 330 ml Glasvariante hat ein wunderschönes schwarzes Etikett mit einem silbernen Kofola-Logo und stilisierten Wellen in Silber und Gold. Unser Tipp: Beim nächsten Pragbesuch nicht nur die schöne Stadt anschauen, sondern im Supermarkt ein bisschen Design für zu Hause kaufen!
November 27 2011
Curiosity Cola
Schon seit einiger Zeit hatte die amerikanische englische Luxus-Cola Fentiman’s Curiosity Cola unsere (Achtung, Kalauer!) … Neugier geweckt. Nur in die Finger bekamen wir das Zeug nicht so einfach beim Späti um die Ecke. Zum Glück lesen dieses Blog einige der nettesten Menschen der Welt, weswegen uns aus Hamburg ein Gastbeitrag erreichte. Es folgt eine Rezension von Joke:
Hier kommt was ganz Feines: Fentiman’s Curiosity Cola ist eine pflanzlich gebraute Cola auf Ingwerbasis. Schon von außen echt schick in einer knuffigen 275 ml-Flasche mit schwarz-weißem old-school Etikett (inklusive flauschigem Schäferhund des Gründers) und Schraubverschluss. Vor dem Öffnen muss das möglicherweise abgelagerte Sediment etwas aufgewühlt werden.
Das Aufwühlen der Trinkenden übernehmen neben Ingwer und Koffein Catuaba und Guarana, durch den Brauprozess kann das Getränk außerdem auf bis maximal 0,5 Volumenprozent Alkohol kommen. Der Ingwer lässt sich deutlich durchschmecken, die Cola ist relativ angenehm mittelsüß, würzig und herb und nicht zu sprudelig. Der Geschmack erinnert an Bio-Colas wie Now, allerdings ist Curiosity Cola definitiv kräftiger und strenger im Geschmack. Im Nachhinein wird der Mund leider colapappsig.
Die englische Marke ist in Deutschland zum Beispiel über Manufactum zu bekommen, kann also auch bestellt werden.
Voll gut!
Gastrezension von @laufmoos
November 14 2011
Freiwild Natural Coffein-Drink
Limoaden, die in Richtung Saftschorle gehen und mit Koffein experimentieren. Das könnte was werden, dachte ich mir neulich bei Dr. Go. Dessen Brombeer-Heidelbeer-Geschmack war aber so gar nicht mein Ding. Bei der Verköstigung einer mir bisher unbekannten Brause aus dem Schwarzwald stellt sich aber heraus, dass die Spur richtig war. Apfel, Sauerkirsche und Apfelbeeren (Aronia) treffen meinen Geschmack sehr gut. Koffein und Gurana-Extrakt sind in ausreichenden Mengen (31,5 mg/100 ml) vorhanden. Es schmeckt lecker, es macht munter, ich sollte vollkommen zufrieden sein.
Geht aber nicht. Geht gar nicht. Denn was Namensgebung und Etikett betrifft ist das Gesöff nichts anderes als sexistische Kackscheiße. Allein schon der Name Freiwild. Dazu dann eine vollbusige Schwarzwaldschönheit mit Bollenhut und tiefem Ausschnitt auf dem Etikett. Das ist so plump, dass sogar der Deutsche Werberat schon 2009 dagegen protestierte. Die Freiwild-Macher reagierten auf diese “Zensur” mit ganz typischen Argumenten:
Das Image und das Selbstverständnis von Freiwild bezog sich auf Menschen, die jung im Geiste, selbstbewusst, tough und sexy sind – Frauen wie Männer. Der Vorwurf war einfach irrwitzig, in ihrem Team waren ja auch Frauen. Und die Freiwildtruppe war ein Paradebeispiel dafür, wie Frauen und Männer gemeinsam an einem Strang ziehen, weil sie alle an die Sache geglaubt haben. Größere Distanz zu Frauenverachtung kann man kaum haben.
Als junge Existenzgründer mit “frecher Geschäftsidee” (no shit) steht man eben über den Dingen. Die Kritiker haben die witzige Bedeutung nicht verstanden. Und außerdem sind einige ihrer besten Freunde schwul sogar Frauen im Team!!!11einself.
Vergessen wir es einfach. Falls ein anderer Brausehersteller aber auf die Idee kommen sollte, Apfel-Kirsch-Schorle mit Koffein zu versetzen, würde ich das sehr begrüßen.
November 12 2011
Red Bull Red, Blue und Silver Edition
Der Energydrink-Marktführer Red Bull versucht sich an einer Erweiterung seiner Produktpalette und wirft in Österreich eine Special Edition auf den Markt. Die haben wir natürlich ausprobiert.
Heidelbeere klingt am wenigsten schlimm und wird daher als erstes einem Versuch unterzogen. Der Dose entströmt nach dem öffnen ein süßliches Aroma, das durchaus etwas an Heidelbeere erinnert. Der Geschmack ist leicht süßlich, das versprochene Heidelbeer-Aroma schmeckt auch leicht durch. Insgesamt ist der Geschmack beim Trinken ein wenig flach, intensiver ist aber vor allem der leicht säuerliche Nachgeschmack.
Die Rote Dose, die nach Kranbeere schmecken soll, tut dies auch. Erstaunlicher Weise trinkbarer als die ungenießbar sauren Cranberries es vermuten lassen. Viel von der roten Billigfrucht, die in der Lebensmitteltechnik auch gerne mal für Kirschgeschmack benutzt wird, kann also nicht drin stecken. Der Geschmack ist ähnlich süßlich wie jener der Heidelbeerdose, der saure Nachgeschmack einen Hauch weniger intensiv.
Zu guter Letzt noch die silberne Dose mit Limettengeschmack. Die schmeckt nur einen Hauch nach Limette, dafür unerwartet Herb; erstaunlich lecker und meinem Geschmacksempfinden nach die trinkbarste der drei Sorten.
Eigentlich sind diese experimentellen Geschmacksrichtungen aus dem Haus des roten Wasserbüffels eine spannende Entwicklung jenseits des Gummibärchengeschmacks, jedoch sind die Geschmäcke der Sonderdosen nicht so innovativ und vollmundig wie bei Red Bull Simply Cola, sondern eher eine fast etwas lieblose Variation von Koffeinbombe und Fruchtgeschmack. Wie auch immer, wer Energy-Drinks sucht, die zumindest mehr nach Frucht als nach Energy-Drink schmecken, liegt mit diesen Koffeinlimonaden richtig.
Danke an Georg fürs Zuschicken.
October 25 2011
Байкал
Mit bislang keine Wort erwähnt haben wir die trendige Tannenbrause Wostok, die schon seit längerem durch die Berliner Spätis geistert. Der Grund ist einfach: Kein Koffein. Auch das Original, die sowjetische Limonade namens Байкал (Baikal) steht nicht im Ruf besonders wach zu machen, aber immerhin durch allerhand unübliche Zutaten das Gemüt zu heben.
Schwer zu sagen, ob die braune Brause tatsächlich noch dem Rezept aus Sowjetzeiten entspricht. Zutaten wie die auch als Droge verwendbare Borstige Taigawurzel, Johanniskraut, Süßholz, Eukalyptus, Lorbeer, Schwarztee und Kardamon klingen zumindest interessant. Der Geschmack ist süß-herb-würzig-krautig, vollmundig und durchaus lecker. Die Hipster-Nachmache auch Berlin geht geschmacklich zwar in eine ähnliche Richtung, kommt aber nicht ganz ran.
Der Hackerbrausen-Appeal steckt eher im Detail, mit interessanten Zutaten das eigene Wohlbefinden zu optimieren ist wohl spätestens seit Guarana und Mate in der Hackerbrausenkultur angelegt. Eine signifikante psychoaktive Wirkung war aber leider nicht zu verspüren. Beim Gedanken an die Wachmachqualitäten fühle ich mich an einen Seyfried-Comic erinnert, in dem potemkinsche Schneelandschaften aus Kokain angelegt werden, weil die Menschen in der Sowjetunion kein Interesse an dessen antriebssteigernder Eigenschaft haben und lieber schläfrig machenden Vodka trinken.
Immerhin wurde das 1973 vom sowjetischen Staatsinstitut für nichtalkoholische Getränke, Bierbraukunst und Weinbau der Akademie der Landwirtschaft erfundene Baikal zu den Olympischen Spielen 1980 in Moskau als Alternative zu Pepsi positioniert.
Zu bekommen scheint die Kräuterbrause hier leider nicht zu sein, auch wenn es sich vielleicht lohnt, russische Spezialitätengeschäfte zu durchstöbern. Wer eine Bezugsquelle kennt, möge sich doch bitte in den Kommentaren melden.
Vielen Dank an Simon fürs Mitbringen und Zuschicken!
October 21 2011
1337mate
Die Ankunft der ersten 1337mate Flaschen feierte yetzt im Sommer letzten Jahres mit einem unboxing event. Seit diesem ersten Geschmackstest haben die Hamburger Mateproduzenten an der Rezeptur geschraubt. Zeit für eine Reevaluation. 1337mate enthält jetzt 25mg/100ml Koffein statt der bisherigen 18mg/100ml. Macht wacher, schmeckt man aber nicht raus. 1337mate zeichnet sich vom ersten Schnuppern an der Flasche bis zum letzten Schluck durch ein intensives herbes Aroma aus. 1337mate schmeckt immer noch teeiger als Club-Mate, prägnanter und sehr ausgewogen. Der Kohlensäuregehalt spaltet die Gemüter: Es ist deutlich weniger als beim Fränkischen Vorbild. Während man Club-Mate auch noch nach einigen Tagen in der wiederverschließbaren Flasche gut trinken kann, dürfte 1337mate schnell abstehen. Viel Kohlensäure ist aber auch nicht jedermenschs Geschmack. Bei der öffentlichen Rede lohnt sich also der Griff zur 1337mate. Fazit: 1337mate ist keine Kopierkatze. Wenn sich eine Brause Hackerbrause nennen darf, dann ist es 1337mate.
October 02 2011
Neues altes zur Zickzack Aktivbrause
Im Zuge unserer Recherchen sind wir nun auf einen (schon etwas älteren) Radiobeitrag des Campusradio Dresden gestoßen, in dem die Macher von Zickzack Aktivbrause etwas Licht ins Dunkel ihres Getränks fallen lassen. Hörbefehl!
October 01 2011
Monster Energy
Ein weiterer Energy-Drink der neuen Generation nennt sich Monster Energy. Die üblich gewordene Halbliterdose kommt in schwarz daher und hat sogar etwas Mathematik parat:
“Wir sind runter ins Labor und haben die zweifache Menge unseres Energy- Gebräus aufgekocht! Die dabei entstandene Killermischung kickt deshalb doppelt so stark wie andere 250ml Energy Drinks”
Wow. Ein halber Liter hat doppelt so viel Koffein wie ein Viertelliter mit dem selben Koffeingehalt von 32mg/100ml. Ich muss zugeben: die haben in der Grundschule aufgepasst.
Monster pusht dich mit einem fetten Kick, hat aber einen fetten Geschmack, und lässt sich ganz leicht runterschütten.
Das Gebräu schmeckt erstmal ungewöhnlich süß-fruchtig-karamellig, erinnert mehr an Kaugummi oder Root-Beer als an Gummibärchen und hat einen Nachgeschmack zwischen Taurin und Kinderzahnpasta. Auch diese Dose wirbt mit Guarana, obwohl nur eine mogelpackungsverdächtige geringe Menge “Guaranasamenextrakt” drin steckt, die mit 0,002% angegeben ist. Guaranageschmack: Null.
Der Straßenpreis von 1,60 Euro ist für die Halbliterdose fällt nicht groß aus dem Rahmen, die Webseite zur Brause ist völlig Informationsfrei und richtet sich mit Sport, Bands, Prominenten und sexualisiert gekleideten Damen wohl an eine heteronormativ-männlich sozialisierte Zielgruppe. Geschmacklich ist das Monster keine große Leuchte und als Hackerbrause eher untauglich.
Relentless (Origin)
Einer der derzeit wohl am liebsten getrunkenen Energy-Drinks nennt sich Relentless und kommt aus dem unbarmherzigen Hause Coca-Cola.
Die in Hipsterfraktur gehaltene Halbliterdose ist theoretisch wiederverschließbar, falls der Plastikverschluß beim Öffnen nicht in zwei Teile zerspringt und dann die innere Hälfte munter in der Brause badet. Aus dem Plastikteil zu trinken fühlt sich einfach nur falsch an. Könnte mal wer die Produktdesigngeniuses darauf hinweisen, dass es für genau diese Funktion Flaschen gibt?
Der erste Schluck geht in Richtung der üblichen Gummibärchennote, doch dann: Nichts. Leicht sauer mit Taurineinschlag, aber irgendwie auch völlig geschmacklos. Keine Frucht, keine Süße, keine Elektrolyte, nicht mal das sonst so markante Guarana, das immerhin in verkaufsargumentativen Spuren enthalten sein soll. Als wäre das Ganze die DIN-genormte Grundsubstanz eines Energy-Drinks und in der Füllanlage wäre vergessen worden, die Unterscheidungsmerkmale beizumengen. Der originelle Sortenname Origin trifft also zu und eine Brause die mal angenehm nach nicht schmeckt ist durchaus nicht uninteressant.
Kaum zu erwähnen, dass auch dieser Halbliterbomber die üblichen 32mg/100ml an Koffein mitbringt. Eine Hackerbrause aus dem Coca-Cola-Imperium? Die Zahlen sprechen dafür, das Herz eher dagegen. Wer sich ohne die Geschmacksnerven zu reizen erbarmungslos wach knallen möchte, ist mit dieser Brause aber gut beraten.
September 25 2011
Rockstar Recovery (Zitrone)
Derzeit wüten wir sogar etwas im Lager der eher skeptisch betrachteten Energy-Drinks. Meinen Selbstversuch mit Rockstar Recovery möchte ich euch nicht vorhenthalten.
Den Lacher vorweg: It’s got Electrolytes. So steht es in werbender Form auf der Dose. Und in der Tat schmeckt Die Rockstar-Brause so, wie ich mit Brawndo vorstelle: Dünn, kohlensäurelos und chemiezitronensauer. Die 3% Zitronensaft aus Zitronensaftkonzentrat haben mir dabei ganz schön auf den Magen geschlagen und für stundenlanges Sodbrennen gesorgt.
Der Koffeingehalt von Energydrinktypischen 32mg/100ml ist auf die Halbliterdose gerechnet zwar eine ganz schöne Menge, doch eine Hackerbrause würde ich dieses reizende Hipstergetränk nicht nennen. Dann doch lieber Klowasser.
September 18 2011
Umfrage: Was ist euer Lieblingsenergydrink?
Auch wenn unsere letzte Umfrage noch etwas läuft, hier schon wieder die nächste, aber auch letzte: wir möchten gerne wissen, welchen Energy-Drink ihr am liebsten trinkt. Die edle Flügelbrühe oder das Alkoholmischsubstitut vom Discounter? Lasst es uns wissen!
September 14 2011
ONe – The Functional Drink
“Ideal zum Mixen” soll dieser Drink sein, laut Homepage. Das so angepriesene Getränk versteht sich als “coffeinhaltiges Erfrischungsgetränk auf Pflanzen-Vitamin-Basis” und enthält unter anderem die Vitamine B und C sowie Guarana-Koffein. Nach einem ernüchternden Blick auf die Zutatenliste sieht mensch dann doch, dass es sich eher um ein Getränk auf Wasser- und Zuckerbasis handelt, wie so viele.
Aber nun zum Geschmack – “Öm” oder “Nöm”, das ist hier die Frage! Nach dem Öffnen verströmt ein süßlicher Gummibärchen(?)-Geruch, wie nach dem Öffnen von Red Bull. Leider/zum Glück habe ich schon lange keinen Red Bull mehr getrunken, so dass mir nur ein vager Vergleich möglich ist. Beim Kauf von ONe dachte ich erst, es wäre eine Brause, aber es ist anscheinend doch ein Energy Drink – oder? Riecht und schmeckt jedenfalls so. Aber wieviel Koffein ist drin? Steht nicht auf der Flasche, ist also nicht kennzeichnungspflichtig, somit wohl unter 15mg/100ml (§47a LMBG). Red Bull hat da schon eher 32mg/100ml. Es ist also eher wie ein Energy Drink ohne viel Energy. Hmmm.
Fazit: schmeckt nicht besonders, hat nicht besonders viel Koffein und die Aufmachung als Nahrungsergänzung klappt irgendwie auch nicht – ich werde hier in meiner Meinung bestätigt. Die Flasche hat inklusive Pfand 1,50 Euro gekostet (bei meinen Dealer Fulda-Getränke). Vielleicht hol ich mir bei Bedarf nach einer Mischkomponente für die nächste Party doch lieber die 1-Liter-Energie-Drink-Flasche von Netto. Prost!
September 13 2011
ColaRebell ChillstoffCola
Ich habe ja als Hackerbrausetesterin schon einiges erlebt, aber dieses Getränk gehört ganz oben in die Topliste der Merkwürdigkeiten. Wir haben es hier mit Dialektik zu tun. ColaRebell ChillstoffCola ist eine Cola, aber auch ein alkoholisches Getränk mit 4,6% Alkohol. Sie enthält Koffein (16 mg/100 ml) und natürliches Taurin (eeek! das hab ich leider erst bei der Recherche gesehen), soll aber zum Runterkommen da sein – “Rebellisch aktiv entspannend”. Die geschmackliche Kombination aus dem Grundstoff Cidre und Cola wird mit Chili und Ingwer ergänzt.
Nun gut, wenn der Getränkehändler um die Ecke so etwas anbietet, wird es auch probiert. Die Verköstigung mit zwei Mittester_innen ergab: Niemand hat auf meinen Teppich gespuckt, aber wir waren auch alle nicht so richtig überzeugt. Der Chillstoff erinnert geschmacklich am ehesten an Old Jamaican Ginger Beer. Die Beschreibung “Gewürzapfelwein mit deutlichem Koffeinaroma” kam uns auch in den Sinn. Es gibt ein leichtes Chiliprickeln im Mund, wie schon von der ColaRebell ChiliCola bekannt. Die Cola, die man dann im Background erst durchschmeckt, ist für unseren Geschmack aber ein gutes Stück zu süß. Die Synthese ist nicht geglückt, aber vielleicht fehlt mir die nötige rebellische Haltung. Ich kann aber durchaus verstehen, wenn ihr neugierig auf dieses Experiment seid und euch auf die Suche nach einem Händler in eurer Nähe begeben wollt, der die die pfandfreien 250ml Dosen im Sortiment hat.
ColaRebell hat im Übrigen auch eine neue KraftstoffCola im Angebot, die mit 32 mg/100 ml Koffein daherkommt und wie die ChillstoffCola natürliches Taurin, Ingwer und Chili enthält.
Umfrage: Was ist eure Lieblingsmate?
Club-Mate Cola war die Gewinnerin unserer mittlerweile abgeschlossenen Umfrage nach eurer Lieblingscola. Heute wollen wir von euch wissen, welche Mate ihr bevorzugt. Den Klassiker von Loscher? Die Nerdmate aus Hamburg? Oder trinkt ihr am liebsten einen schönen, warmen Matetee aus der Bombilla? Hier geht’s zur Umfrage!
September 05 2011
Afri Power
Ein Cola-Energydrink auf dem Hause Afri verspricht mehr Koffein (32mg/100ml) bei Afri-typischem Geschmack. Das Getränk, derzeit noch als Afri Red im Handel, demnächst aber wohl umbenannt in Afri Power, muss natürlich getestet werden.
Schon der Geruch nach dem Öffnen ist säuerlich, der erste Schluck ist ernüchtentd: Sauer! Dosengeschmack! Wah! Das Geschmackserlebnis ist völlig missglückt und hängt irgendwo zwischen biligem Energydrink und Multivitamintablette. Dass das Getränk nach Cola schmecken soll, ist allenfalls zu erahnen. Im Gaumen zwickt ein komischer Nachgeschmack. Die Gewöhnung nach ein paar Schlucken macht die Pansche zwar halbwegs schmerzfrei trinkbar, doch auch das schicke schwarz-rote Dosendesign und die schlauen Slogans machen dieses Gebräu nicht lecker.
Alles steckt in Afri-Cola scheint hier zuzutreffen. Afri Red schmeckt nach allem, aber nicht gut. “Mit fruchtiger Note” in your Face! Afri scheint die Marke der Fehlentscheidungen zu bleiben. Statt eines puren Colageschmacks wird hier mit Energydrinkkomplex eine Lohas-Partypeople-Zielgruppe angesprochen, die mit Widerlichkeiten eigentlich schon überversorgt ist. Furchtbar! Statt der dreiundzwanzigeckigen Palme ausnahmsweise mal treu zu bleiben, wird hier auf einen Zug aufgesprungen, der mehr Castortransport als Orientexpress ist und schon bei Spezi Energy an die Wand gefahren ist.
Lange habe ich nichts ähnlich enttäuschendes mehr im Mund gehabt. Warum tun Menschen sowas? Gibt es kein internationales Übereinkommen gegen solche Grausamkeiten? Ich prangere das an!
Afri Power eignet sich höchstens als Mutprobe auf ansonsten langweiligen Parties. Wer kein Alternative hat, sollte die Dose schnell in sich hinein kippen und möglichst von der Zunge fernhalten. Um den Geschmack wieder loszuwerden trinke ich nun eine Flasche Skull.
September 04 2011
Cola Turka
Şimdi Cola Turka içecek. Da ich aber des türkischen, abgesehen von ein paar Floskeln und Kraftausdrücken, nicht mächtig bin, versuche ich es weiter in deutscher Sprache.
Cola Turka ist in der Türkei sowas wie die heimische Konkurrenz zu Coke und Pepsi. Der Aufbau ist ziemlich ähnlich: Eine Süße Cola mit wenig Koffein. Nur 10mg/100ml stecken in der rotweißen Dose des Lebensmittelkonzerns Ülker. Die Cola trinkt sich recht angenehm und schmeckt zwar recht süß, aber weniger pappig und leicht würziger als die massengeschmackliche Konkurrenz vom roten Riesen. Der Scriptkiddiebrennstoff ist durchaus trinkbar, wenn wach bleiben mal nicht so wichtig ist, aber der sich besonders abhebende, türkischmachende Geschmack, mit dem die Brause beworben wird, war nicht wirklich feststellbar. Çok kötü.
Zu bekommen ist diese Brause in Deutschland wohl am wahrscheinlichsten in türkischen Lebensmittelläden und Dönerbuden, wir haben unser 0.33l-Exemplar in einem Osnabrücker Dönerimbiss zum dönerimbisskompatiblen Preis von 1,50 erstanden. Cihazda eğlenin!
August 24 2011
Backety back back: Club-Mate-Kuchen
Wir hatten noch nichts zum Thema Backen mit Hackerbrausen. Das ist umso erstaunlicher, weil der beliebte und von Kindergeburtstagen bekannte Fanta-Kuchen sich natürlich auch mit Club-Mate zubereiten lässt (tatsächlich war es auch der erste Kuchen, den ich in meinem Leben überhaupt gebacken habe).
Und so wird’s gemacht:
Man nehme:
- 4 Eier
- 2 Tassen Zucker
- 3 Tassen Mehl
- 1 Tasse Öl
- 1 Tasse Club-Mate (oder nach Belieben eine andere Hackerbrause)
- 1 Päckchen Backpulver
- 1 Päckchen Vanillezucker
Man kann alle Zutaten kunterbunt durcheinander in die Rührschüssel geben und dann geht es los.
Es schmeckt immer noch klasse, wenn ihr den Zucker auf 1 1/2 Tassen reduziert.
Das Ganze ergibt einen zähflüssigen Teig. In meinem Fall wurde der Club-Mate-Kuchen noch mit Kuvertüre verziert.
Den Kuchen bei ca 180° C 15 Minuten backen.
Dieser Kuchen ist keine Lüge, sondern schön saftig.
August 21 2011
Umfrage: Was ist deine Lieblingscola?
Normalerweise sagen wir euch hier ja immer, was uns schmeckt und was nicht. Heute drehen wir den Spieß einmal um und fragen euch: Was ist eure Lieblingscola? Zur Umfrage kommt ihr nach dem Klick auf Weiterlesen. Polls close wenn 400 Leute teilgenommen haben.
Das BioZisch Gurana Cola und Vita Cola nicht als Auswahlmöglichkeiten auftauchen wurde bereits angemerkt. Sorry!
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